Lissi und der wilde Kaiser Szenenbild 20 © 2007 herbX film

Geschichte: Lissi und der wilde Kaiser

Zur goldenen Zeit der k. u. k. Monarchie: Die Sonne strahlt über Schloss Schöngrün und die junge Kaiserin Lissi strahlt im Schloss. Grund zum Strahlen haben beide, Lissi sogar noch mehr. Die Sonne muss sich acht Stunden abmühen, Lissi und ihr wilder Kaiser Franz bestreiten ihr Tagwerk in deutlich kürzerer Zeit. Sie regieren und delegieren und halten sich komplizierte und unangenehme Aufgaben einfach vom Leib. 

Dafür gibt es etwa den Feldmarschall. Kaiserin Mutter beansprucht diesen zwar schon bis in den roten Bereich seines Blutdruckmessgerätes, doch eher mit Wünschen privater Natur. Doch jeder gut funktionierende Staat brauch halt einen Mann fürs Grobe, weshalb in der Stellenausschreibung auch nicht stand: „Das (Berufs-) Leben ist ein Ponyhof“. Für Franz und Lissi ist es das schon. Die beiden tanzen in einem endlosen Wiener Walzer durchs Leben und auf Festen und Bällen, wenn sie nicht gerade im Schlafgemach oder durch die Wälder turteln. 

Doch das Idyll ist trügerisch. Aus dem fernen Himalaya kommt der Yeti ins Kaiserreich. Der ungepflegte Rüpel ist zwar zu dieser Zeit offiziell noch gar nicht entdeckt, treibt dennoch das Reich in eine Staatskrise. Nach einem Sturz in eine Gletscherspalte hilft ihm nur der Pakt mit dem Teufel, damit er nicht für immer nur ein Gerücht bleibt.

Teuflisch sind auch die Bedingungen des Abkommens. Der Satan will mehr als nur Krimskrams aus der Bauchtasche des Yetis. Der Teufel will die schönste Frau der Welt. Und das, das ist sogar dem Yeti klar, ist Lissi. Auf Schöngrün ahnt niemand, was sich am Dach der Welt zusammenbraut. Und so kommt der Yeti ungehindert ins Kaiserreich, wo er alsbald die Kaiserin verschleppt.

Das bringt zwei Konsequenzen mit sich: Der jungen Kaiserin vergeht fürs Erste das strahlen und der Frohsinn hat ein abruptes Ende. Und auch der Kaiser, wild vor Sorge, muss in Ermangelung von verfügbaren Armeen selbst losziehen und die Verfolgung des zotteligen Kidnappers aufnehmen. Dabei ist er nicht allein, natürlich begleitet ihn der treue Feldmarschall. Und auch die energische Kaiserin Mutter beschließt, aus Angst vor Langeweile, die heikle Mission zu begleiten. 

In aller Hektik wird der Aufbruch vorbereitet und die Kutsche macht sich auf den Weg. An Spuren des Entführers und der Kaiserin mangelt es nicht: Franz findet diese schreckliche Botschaft: „Lissi will Spaß! Und deshalb auf gar keinen Fall gerettet werden!" Doch anstatt sich von dieser Nachricht niederschmettern zu lassen, wird der wilde Kaiser sogar noch wilder und beschließt: Die Jagd geht weiter! 

Wer dabei auf der Strecke bleibt? Das entscheidet sich erst ganz zum Schluss im actiongeladenen Finale von „Lissi und der wilde Kaiser“... 

Nicht ohne eine gute Portion Wiener Schmäh und gewürzt mit k. und k. Hofzuckerbäcker-Kitsch erzählt Michael Bully Herbig in „Lissi und der wilde Kaiser“ die Geschichte einer der größten Romanzen der Neuzeit - mit teuflischer Dimension.