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Produktionsnotizen

TV-Kult wird Kinohit

Am Donnerstag, 31. Januar 1974, begann eine neue Ära: Im ZDF lief erstmals die neue Zeichentrickserie "Wickie und die starken Männer". Der fünfjährige Michael Bully Herbig lag auf dem Flokati-Teppich, verfolgte im Fernsehen das erste Abenteuer des rotblonden Wikingerjungen Wickie und schaltete fortan jeden Donnerstag um 17.10 Uhr ein. Vorausgesetzt, seine Mutter holte ihn pünktlich vom Kindergarten ab. "Ich habe Wickie bewundert", sagt Bully. "Er war eine Identifikationsfigur. Ich konnte nachvollziehen, dass er vor Wölfen wegläuft und vor dem schrecklichen Sven Schiss hat. Das einzige, was ich nicht hatte, waren diese Wahnsinnseinfälle. Ich glaube, eine ganze Generation hat ihn für seine Ideen bewundert."

Dieser Generation gehört auch Produzent Christian Becker an: "Ich fand Wickie schon als Kind super. Diese Kombination aus harmlosen Bildern, spannenden Geschichten, verrückten Figuren. Und mittendrin ein kleiner Junge mit tollen Ideen." 

Fast 30 Jahre nach seiner ersten Begegnung mit Wickie brachte Christian Becker den Stein für eine Realverfilmung ins Rollen. "Eigentlich lag die Idee nahe, weil die Zeichentrickserie in über 60 Ländern gelaufen ist", sagt der Produzent. "Als ich mich vor sechs Jahren um die Filmrechte bemühte, habe ich festgestellt, dass die Constantin Film AG ebenfalls an den Rechten interessiert war. Wir haben uns zusammengetan und den Stoff entwickelt."

Im Jahr 2004 informierte er Bully über das geplante Kinoprojekt. "Ich sah sofort ein Blitzen in seinen Augen", erinnert sich Christian Becker. Auch Bully hat diesen magischen Moment nicht vergessen: "Beim Stichwort 'Wickie' sind meine Ohren blitzartig hochgeschossen. Ich hatte sofort Bilder in meinem Kopf, die in diesen Film reingehören."

Der Erfolgsregisseur, der mit seinen letzten drei Filmen über 23 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, wertet "Wickie und die starken Männer" als "Steilvorlage für ein Genre, das ich immer schon mal machen wollte: Spaß, Abenteuer und Emotionen. Ich wollte auf keinen Fall einen „Weichei-Wickie“ drehen, sondern einen gestandenen spannenden Abenteuerfilm."

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